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Quo vadis     polnische Literatur?

Spätestens seit der 52. Frankfurter Buchmesse im Jahre 2000 sind Bücher aus Polen in den Blickpunkt einer breiten literarischen Öffentlichkeit gerückt.
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4 September 2006, Thema:
Über Zwangsarbeiter in Deutschland (und Katyn).

24. Juli 2006, Thema:
Darf die deutsche Satire alles?

12. Juni 2006, Thema:
Deutsch-Polnisches Jahr 2005/2006 im Rückblick

15. Mai 2006, Thema:
Juliusz Slowackis Briefe an seine Mutter

13. März 2006, Thema:
Paweł Huelle

13. Februar 2006, Thema:
Polnisch-Tschechische Romantiker

21. November 2005, Thema:
Adam Mickiewicz,
150. Todestag.

10. Oktober 2005, Thema:
Wacław Berent.

22. August 2005, Thema:
Sonette von
William Shakespeare.

04. Juli 2005, Thema:
Elisabeth Nowak-Nachruf, Gombrowicz 101.

23. Mai 2005, Thema:
Der unbekannte Papst Johannes Paul II.

11. April 2005, Thema:
Lyrik von Karol Wotyła

28. Februar 2005, Thema:
Jarosław Iwaszkiewicz,
Manuela Gretkowska.

17. Januar 2005, Thema:
Der 13. Abend als Jubiläumstreffen.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Freundeskreis der polnischen Literatur im Krakauer Turm trifft sich regelmäßig zu einem Diskussionsabend.
Eingeladen sind alle Liebhaber des polnischen Buches und solche, die es noch werden wollen. Wir sprechen Deutsch, Polnisch und Tschechisch und treffen uns im Krakauer Haus.
                                                                     >> Siehe unser Veranstaltungskalender

Przyjaciele polskiej literatury przy Stowarzyszeniu Wieża Krakowska w Norymberdze spotykają się regularnie na dyskusyjnych wieczorach literackich.
Zapraszamy miłośników polskiej książki. Mówimy po niemiecku, polsku i czesku, a spotykamy się w Domu Krakowskim.
                                                                     >>Patrz do naszego programu. 
 


>>Berichte 2004


Berichte 2005 / 2006: 

Bericht vom 4.09.2006.

Über Zwangsarbeiter in Deutschland (und Katyn) (27. Abend)

Aus dem Programm:

Wie der Radioreporter Thomas Muggenthaler vor den Schülern des Kelheimer Donau-Gymnasium über Flossenbürg-Überlebende berichtete (BSZ).

Eine Programm - Änderung aus aktuellem Anlass:

Es wurden Massengräber von polnischen Offizieren in Bykownia (bei Kiew) entdeckt.
Verbindung zu Katyn.
Gute Kooperation nur mit ukrainischen Behörden.

Entdeckung polnischer Historiker: Dt.-sowjet. Zusammenarbeit 1939 in Zakopane: Über gemeinsame Aktionen gegen polnische Intellektuelle (SZ).

Warum Katyn in Deutschland kaum interessiere (ND)?

Gorbatschow: Aufrechnung der Rotarmisten von 1920 (Rzeczpospolita 04.11.2000).

Beschluss d. ZK d. KPdSU vom 5. März 1940: Erschießung von polnischen Offizieren
(vgl. Gerd Kaiser: >Katyn. Das Staatsverbrechen – das Staatsgeheimnis<, Berlin 2002).

Einsatz von polnischen Zwangsarbeitern beim Bau eines sog. Führerhauptquartiers
im Wald von Katyn zwischen Oktober 1941 und August 1942.

Wie die Mitarbeiter des NKWD über den Pilsudski-Kult der Polen verärgert waren.
In allen Lagern wurde der 19. März (Namenstag des Marschalls) festlich begangen.
Aufstellung des Birkenkreuzes im Katyner Wäldchen durch polnische Zwangsarbeiter.

Polnischer Untergrundstaat in Wilna und Zweifel der „Exekutive“ (Sergiusz Piasecki).

Jozef Mackiewicz:
>Katyn - ungesühntes Verbrechen< (Text von 1949):
Polnische Zwangsarbeiter beim alten Kisielew (Juli 1942).
Erste Nachricht des Berliner Rundfunks über Katyn-Gräber am 13.April 1943.
Konsultation mit den Untergrundvorgesetzten: „Jadzia“, „Roman“ und „Zygmunt“.
Reise nach Katyn: Mit Erlaubnis des Vertreters des Kommandeurs.
Fühlungnahme mit Dr. Sengaliewicz: Das Geheimnis um die Patronenhülsen.

Vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg (20.11.1945 – 01.10.1946):
>Band VII des offiziellen Protokolls des IMG< (S. 369-472).
Keine Zulassung von polnischen Anklägern (Übereinkunft der Großmächte).
Das Urteil des Hohen Gerichtshofes:
Kein Wort über das größte Verbrechen an Kriegsgefangenen (Katyn).

Aus der Diskussion:
- Züge der Freundschaft an vielen Chatyns vorbei (als Ablenkung von Katyn).
- Ein Ehepaar: Geschichte hört niemals auf.

Mehr >> http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Katyn

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Bericht vom 24.07.2006.

>Darf die deutsche Satire alles ?<
Oder die Schwierigkeit einen literarischen Abend zu gestalten
(26. Abend)

In ihrer Ausgabe vom 15.07.06 druckte NZ einen dpa-Artikel (von Eva Krafczyk) ab.
Hier lauten die ersten drei Zeilen: „Warschau – Kurt Tucholskys Satz, dass Satire >alles< darf, gilt bekanntlich nicht überall…“ >Nicht überall< soll in Polen liegen.
Was war vorgefallen und was hat der beste deutsche Satiriker aller Zeiten Kurt Tucholsky (1890-1935) im Jahre 1919 wirklich über die deutsche Satire geschrieben?

Intermezzo 1: „Jeder gediegen Halbgebildete kennt sich aus, wenn es um Tucholsky-Titel geht wie … >Was darf die Satire?< Aber die Auseinandersetzung mit Tucholskys Werk steht bis heute aus. Er ist nicht wirklich aus dem Exil heimgeholt.“ (FR)

Am 26.06.06 veröffentlicht taz(-Nord) einen peinlichen Artikel über einen polnischen Politiker (wobei der Verfasser nach einer Checkliste fast alle aktuellen Vorurteile abarbeitet) und beleidigt nebenbei das ganze polnische Volk als er u.a. („satirisch“!!!) „über die deutsche Vertilgung der polnischen Hauptstadt im Zweiten Weltkrieg“ schreibt.
Ein Fall für den Deutschen Presserat ! Denn „nicht alles, was von Rechts wegen zulässig wäre, ist auch ethisch vertretbar. Der Pressekodex: Darin finden sich Regeln für die tägliche Arbeit der Journalisten, die die Wahrung der journalistischen Berufsethik sicherstellen.“
Mit Schreiben vom 05.07.06 ging daher eine Beschwerde an den o. a. Presserat wegen Verstoß gegen den Pressekodex durch die taz. Bemängelt wurden die sprachlichen und inhaltlichen Entgleisungen des Verfassers (Peter Köhler), die im vereinten Europa den Beziehungen zwischen dem deutschen und dem polnischen Volk nicht dienlich sind.
Zwei Tage später wurde der Posteingang bestätigt, aber: „wird die Beschwerde jedoch als offensichtlich unbegründet beurteilt, erhalten Sie einen abschließenden Bescheid… Der Beschwerdeausschuss (tagt) viermal jährlich.“
(Die endgültige Antwort steht noch aus. Stand zum 04.08.06)

Intermezzo 2: „Jene, die seinen (Tucholskys) Namen immer wieder missbrauchen, seien an seinen Satz erinnert“ >Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf. Wer schludert, sei verlacht, für und für… Wir verlangen von unseren Mitarbeitern Klarheit, persönliche Sauberkeit und guten Stil.<. Denn >Sprache ist stets ein Ausdruck einer Gesinnung.< Und an einer anderen Stelle: >Ein schlechter Journalist ist noch kein Philosoph.<“ (FR)

Am 06.07.06 kommentiert zu allem Überfluss auch noch die taz - Chefredaktion (Bascha Mika) den Artikel ihres Mitarbeiters: “Was die Satire darf ?“ Darin werden wir Kritiker wie folgt belehrt:
1. „Wissen Politiker und Medien in Polen überhaupt, was Satire ist ?“ 2. „Welch ein vordemokratisches Verhalten!“ 3. „Wissen die fraglichen polnischen Politiker, was eine freie Presse ist ? 4. „Welch ein totalitäres Denken !“

Soweit zur Vorgeschichte ! Machen Sie unter diesen Vorzeichen einen Satire-Abend.
Und dann fällt Ihnen auch noch kurzfristig die Dame aus, die den Tucholsky-Text von 1919 vortragen sollte! >… Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist aber schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an. …
Der deutsche Satiriker tanzt zwischen Berufsständen, Klassen, Konfessionen und Lokaleinrichtungen einen ständigen Eiertanz…< (K. Tucholsky, G.W., Bd. 2, S. 42-44).

Im weiteren Verlauf des Abends haben sich die Teilnehmer geweigert, die ihnen vorgelegte polnische taz-Version des vieldiskutierten Satirikers zu würdigen: >Mlody polski kartofel (Nowy kartofel w Polsce)<. Ihre Argumentation: „Schlechte Übersetzung, lieber im deutschen Original hören!“ Gesagt, getan.
Der Vereinsvorsitzende wurde dazu einstimmig verdonnert. Er als Fremdsprachler! Welch eine Qual für ihn!
Man(n) und Frau war einfach vom Inhalt, Stil und Anlass des taz - Erzeugnisses entsetzt. Und das kurz nach dem Polnisch-Deutschen-Jahr. Es wurde lang darüber diskutiert!

Für das eigentliche Thema des Abends: >“Vom Zwangsarbeiter bis zum Gastarbeiter“ - Die Geschichte polnischer Arbeit in Deutschland< blieb daher keine Zeit mehr, so dass es auf den 04.09.06 verlegt werden musste. Dabei hätte es an diesem Abend so gut zum Thema gepasst.
Auch konnte sich der Veranstalter nicht mehr mit der Ankündigung einer etwas anderen deutschsprachigen Satire und Ironie durchsetzen. Es sei hier schriftlich nachgereicht:
>Die Drewenz ist ein Nebenfluß in Polen. Das ist der erste Satz. Und da höre ich gleich: Also war dein Großvater ein Pole und da sage ich: Nein er war es nicht … Und ich müßte sagen, die dicksten Bauern waren Deutsche, die Polen im Dorf waren ärmer, wenn gewiß nicht ganz so arm wie in den polnischen Holzdörfern, die um das große Dorf herum lagen. Aber das sage ich nicht. Ich sage statt dessen: Die Deutschen hießen Kaminski, Tamschweski und Kossakowski und die Polen Lebrecht und >Germann. Und so ist es nämlich auch gewesen…<
Wer war`s ?
Auflösung beim 33. Abend des Freundeskreises der polnischen Literatur am 25.06.07.

gez.: M.B.

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Bericht vom 12.06.2006.

Rok Polsko-Niemiecki / Deutsch-Polnisches Jahr 2005/2006 im Rückblick (25. Abend)

Im Berichtszeitraum veranstaltete der Freundeskreis der polnischen Literatur in Nürnberg acht Abende und zwar über: Johannes Paul II, Gombrowicz, Shakespeare, Berent, Mickiewicz, Polnische und Tschechische Romantiker, Huelle und Slowacki.

Die lokale NN-Reportage hatte sich leider nur dem Thema „Shakespeare po polsku“ verschrieben. Mit Erfolg.

Dennoch schrieben NN & NZ am 19.06.06 übereinstimmend: „Das Begegnungsjahr blieb in der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt.“ (Themen hätten sie doch gehabt !)

Am heutigen Abend wurde das Schwerpunktthema „Papst Benedikt XVI. in Polen“ (Mit Fotos von Iwona Lompart) erschöpfend diskutiert.
Alle Anwesenden bewerteten den Besuch als sehr positiv, selbst in Auschwitz.
Benedigt XVI. ist nach A. Stasiuk „erster Deutscher, der in Polen zum Helden der Massen wurde.“

Unter dem Eindruck des WM-Spiels USA gegen Tschechien kam man auf die durch FAZ v. 02.06.06 ganzseitig herbeigeschriebene „polnische Front“ (Hooligans), die dann selbst nach dem 0:2 gegen Ecuador ausblieb. Nichts als 30.000 friedliche Polen.

Verwundert und irritiert zeigten sich die Teilnehmer des Abends über die Tatsache, dass u.a. zwei Großprojekte des Krakauer Turm e.V. durch das dt. Auswärtige Amt in Bonn und das pl. Außenministerium in Warszawa abgelehnt wurden, nämlich:
Eine multimediale Ausstellung mit Vorträgen und Diskussion - mit Nürnberger Schülern (immerhin haben wir hier eine polnische Schule) über Mickiewicz und Milosz (Arbeitstitel: „Verlorenes Paradies). Schüler, kein Thema nach Frankreich und Berlin ?

Das zweite abgelehnte Projekt sollte die kulturelle, kulinarische und literarische Vielfalt der Landschaft Ost-Polens in Form eines Festivals zeigen. Kresy, auch kein Thema ?

Vom dritten Projekt (Fürther PL-Filmtage) ganz zu schweigen. Natürlich abgelehnt.

Alle drei Projekte haben in der Planungsphase viel Kapazität gebunden (und das Eigenkapital aus der Portokasse verschlungen).

Damit nicht genug ! Bei der Vorbereitung zum nächsten Abend über polnische Zwangsarbeiter in Deutschland (am 24.07.06) teilte uns die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit mit, dass es bestimmte (kostengünstige) Bücher nur für berufliche Mittler (z. B. Lehrer) der politischen Bildungsarbeit gibt, nicht aber für das Ehrenamt. Eine Petition unsererseits beim Bayerischen Landtag war deshalb fällig.

Den eigentlichen (lokalen) Höhepunkt bildete die „Begegnung mit Polen“ beim Honorarkonsul Dr. K.G.Schmidt im neuen Museum (am 08.05.06). Die örtliche Presse (NN) machte daraus eine „Begegnung mit Polen“ als „Kontakte mit einem unbekannten, ja manchmal unheimlichen Nachbarn“ und schrieb diesen Satz der Kulturreferentin Julia Lehner zu. Die Folge waren 3 Leserbriefe an Nürnberger Nachrichten. Einer wurde (zensiert) gedruckt, zwei fielen ganz durch.
Siehe  http://home.tiscali.de/krakauer_turm/Post.htm

Am Ende sprach man auch über Zukünftiges. „Literarische Landschaften: Masuren“ kommt neu ins Programm. Dafür verschiebt sich das Thema Katyn bis ins Jahr 2007.

gez. M. Bartl

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Bericht vom 15.05.2006.

Juliusz Slowackis Briefe an die Mutter (24. Abend)

Zum Abschluss des Polnisch-Deutschen Jahres hat sich des Freundeskreises der polnischen Literatur ausnahmsweise wieder mal mit der Klassik beschäftigt und zwar mit Juliusz Slowackis Briefen an seine Mutter.

Viel gelacht wurde über Lehrer Bläsling aus Ferdydurke von 1938, der uns darzulegen und zu erläutern versuchte, warum Slowacki in uns Liebe und Entzücken erweckt.
Noch 18 Jahre später hat sich Gombrowicz mit diesem Thema weiter beschäftigt.

Die ausgewählten Briefe wurden von Barbaba Bogen vorgelesen. Sie übernahm auch die Rezitation von Slowackis Dichtung in dt. Übersetzung. Die polnischen Originale brachte uns Anrzej Baczewski nahe.

Aus dem Programm:

DO MATKI (1840)

- 1. Brief v. 15.09.1830: Besuch beim alten Niemcewicz
- 8. Brief v. 20.10.1831: Teuflische und unglückliche Poesie

BOGARODZICO, DZIEWICO (1830)

- 15. Brief v. 03.09.1832: Erhabene Kirche ohne Gott
- 16. Brief v. 09.11.1832: Schicke mir den Kochanowski (Klagelieder)
- 25. Brief v. 30.11.1833: Wie Mickiewicz Herrn Becu beleidigte
- 34. Brief v. 28.05.1836: Auf der Kuppel von St. Peter

RZYM (1836)
HYMN (Auf dem Meer von Alexandria am 20.10.1836)

- 39. Brief v. 19.02.1837: Pilger durch das Heilige Land: Am Grabe Christi
(Analog zu der Pilgerreise 2006 mit dem polnischen Pfarrer Stanislaw Stenka)

TESTAMENT MOJ (1839-40)

- 50. Brief v. 10.11.1841: BENIOWSKI (Kein Verrat nach Wallenrod / Kochanowski und seine Linde / Versöhnung mit Mickiewicz)

KIEDY PRAWDZIWIE POLACY POWSTANIA … (1846)

- 65. Brief v. 14.07.1848: Slowackis Abschiedsworte an die Mutter. – das war`s !

Terminvorschau:
12.06.06: Polnisch-Dt. Jahr (eine Rekapitulation) - 25. Abend
24.07.06: Geschichte der polnischen FremdarbeiterInnen in Dt. - 26 Abend
04.09.06: Katyn - 27. Abend
16.10.06: PL- Literatur: „Unheimliche“ Unbekannte ? – 28. Abend
27.11.06: Stryjkowski - 29. Abend
08.01.07: Stasiuk - Babadag – 30. Adend
05.03.07: Polenlieder – 31. Abend
30.04.07: Kapuscinski – Herodot – 32. Abend
25.06.07: Herbert – Herrn Cogitos, des Reisenden, Gebet – 33. Abend
20.08.07: Wituska – 34. Abend

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Bericht vom 13.03.2006.

Literatur von Paweł Huelle (23. Abend)

 

 

 

 

 

  (CD-ROM:”Huelle ohne Hülle”)
Pawel Huelle: Textstellen aus dem Roman „Castorp”

- Warum (Nicht-) Polen die polnische Literatur lieben: wegen Darstellung von Heroismus (Huelle – Umkehrschluss; vgl. Prager Zeitung v. 17.12.03)
- Aus der Korrespondenz mit Pawel Huelle: 05.09.05 / 08.09.05
- Herr Huelle im Krakauer Turm: Hrabal, Mercedes und Jawa 250 am 22.03.03
- Inspiration zur >>Hrabal-Foto-Ausstellung (siehe 11. Abend am 08.11.2004)
- „Der Zauberberg“ von der Mülldeponie Im Braunskamp in Herne / NRW (entfallen)
- Wertlose Zeitungskritik(en): „Davos und Danzig“ (FAZ v. 21.01.05) / + DLF, NZZ
-
I (Lesung von Textstellen: Polnisch + Deutsch):
- Geh zu einer Kolonialgesellschaft (S. 25-26)
- „Wir sind in Asien und Afrika zu spät gekommen, aber in Osteuropa?“ (S. 26)
(Ausführliche Diskussion)
II
- „Sie scheinen die Polen ganz gut zu kennen?“ (S.49)
(Wiederholung über die polnische Geschichte)
IV
- „Haben Sie Gogol gelesen ?“ - Der Zustand der Bürgersteige (S. 78-79)
- Beerdigung des Kanzleibeamten (S.152)
(Woher hat wohl Herr Huelle all die Geschichten?)
V
- Spaziergang durch das alte Danzig, „szachulzowe domy“* und das Ostseeklima in 100 Jahren, um das Jahr 2005 (S.101)
(*= Fachwerk / und was ist mit „pruski mur“ ? Ein Wortgefecht)
VI
- Wie ein kleiner Taschendieb und die Folgen (S. 126 – 128)
(Die schöne Polin, Fontane und „Effi Briest“: Begegnung mit alten Bekannten)
VII
- Das Päckchen in Seidenpapier, Fontanes „Effi Briest“ und die letzte Klasse vor dem Abitur (S.138-139 / 151 / 214, 230) / (Wie bei mir, sagte ein Teilnehmer.)
IX
- Erster Brief aus Zoppot: Wanda Pilecka und Sergej Dawidow (S.187- 193)
XI
- Pileckas Deutsch und „der junger Mann“ (S.226 – 231)
XII
- Castorps Brief an Frau Pilecka, „Effi Briest“ und der Kuss (S. 236 – 241)
- „Der Osten tut uns nicht gut“ / Der Anblick einer Straße in Langfuhr (S. 250-251)

Diskussion:
- Hätte Herr Huelle auch diese Textstellen ausgewählt?
- Magische Sprache / Das Original: schöner und magischer
- Mit dt. Stadtplan sich seine Stadt erschlossen
- „Unsterblichkeit der geistigen Schönheit“ Danzigs
- Manchmal schummelt er: Menschen zum Leben erweckt
- Mennonieten

Vorschau:
- Stasiuks Reise nach Babadaks (im Januar 2007)
- Ferdidurke hat Slowacki ermordet (Meinung einer Teilnehmerin)
- Wie kommt Dieter an ein Autogramm von pan Huelle dran?
- Zum Ausklang wurde gestritten : Wer hat von wem welches Buch ausgeliehen !

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Bericht vom 13.02.2006.

Polnisch-Tschechische Romantiker (22. Abend)
(Polnisch / Tschechisch / Deutsch)
A) Vorgabe:
In der lokalen Presse um Nürnberg herum war (etwas vorlaut) ein Wettstreit zwischen polnischen und tschechischen Romantikern angekündigt.

B) Vorspiele :
Daraufhin meldete sich ein (lebender) deutscher Romantiker wie folgt zu Wort:
„ … wie viele und welche Vertreter haben die beteiligten Nationen zu dem Wettstreit entsandt – sind diese persönlich anwesend?
Bei dem Wettstreit kann es doch nur um hintere Ränge gehen, wenn die Nation der Romantiker nicht vertreten ist.“

Die Antwort des Sektionsleiters folgte auf dem Fuß:
„ … >die Nation der Romantiker< schlechthin, sozusagen das Mutterland aller Romantiker ? Gut aufgepasst in der Schule. Bei uns gab` s die sog. Romantiker auf der Förderschule für Spätaussiedler der 1970er Jahre aus Schlesien, Böhmen und Banat. Und Sie ? … die >hinteren Ränge< wollen bitte erklärt werden, sonst …“

C) Intermezzo:
„In Warschau wird an einer – polnischen Literatur gearbeitet … Die Poesie wird das Erhebungskolorit tragen, hoffentlich aber den französischen Zuschnitt verlieren und sich dem Geiste der deutschen Romantik nähern.“ (Heinrich Heine „Über Polen“ - 1822)

Die letztmalige Zuschrift des Deutschen Romantikers (aus Hessen) lautete:
„Gut gekontert Hr. Sektionsleiter – auf weitere Diskussionen lasse ich mich aber nicht ein; hatte mich als Hesse (dem Volk der Unterdrückten) eher auf Büchner und die Revolutions- und Befreiungsliteratur konzentriert.“

Darauf erwiderte der Sektionsleiter:
„Büchner ist auch nicht schlecht. Sie durften sich mit Revolutionsliteratur beschäftigt und wir („Aussiedler“) mussten die deutschen Romantiker lesen. Blaue Blume statt Rote Fahne!“ …

… Darauf hin brach die Diskussion ab.

D) Vor-Abend:
Die Polnischen Romantiker waren (alle!) versammelt. Von den Tschechen kamen zwei und
als sie die Übermacht sahen, sagten sie, sie kämen später wieder; kamen aber nicht (mehr). Eine Dritte Dame aus Böhmen ließ sich bereits im Vorfeld entschuldigen und zwar mit der lustigen Begründung, sie hätte ihre Stimme „verloren“ („se mi zrovna >ztratil< hlas“).

E) Verlauf des Abends:
A.M. (gespielt von A. Baczewski) rezitiert: „Romantiker“ und „W pamietniku Zofii Bobrowny“.
Der Rest des Abends gehörte dem Romantiker und Tschechen: Karel Hynek Macha (1810 - 1836), der wiederum aus seinem Roman „Cikani“ polnische Kollegen zum Wort kommen ließ. Der Reihe nach: Stefan Garczynski, Antoni Malczewski, Julian Ursyn Niemcewicz, Adam Mickiewicz, Julius Slowacki, Dominik G. Magnuszewski, Seweryn Goszczynski, Alex. Dunin-Borkowski, Lucjan Siemienski, Kazimierz Wladyslaw Wojcicki, Jozef Dunin-Borkowski, Alojzy Skarzynski, Augustin Bielowski, Julian Korsak und Ludwig Jablonowski.
Die kritische Auswahlkommission (= „Porota Polonia“) hat sich köstlich amüsiert und die Schönheit der tschechischen Sprache neidlos anerkannt; ganz im Sinne des Sektionsleiters.

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Bericht vom 21.11.2005.

150. Todestag von Adam Mickiewicz (20. Abend)
(Polnisch / Tschechisch / Deutsch)

Ballady i Romanse / Balladen und Romanzen(1819 – 1828)
Switezianka / Svitezanka / Das Mädchen vom Switez-See
Pani Twardowska / Pani Tvardovska / Frau Twardowska

Sonety Krymskie / Krim-Sonette (1826)
Trzech Budrysow / Drei Budrysse

Okres Rosyjski (1824 – 1829) / Liebesgedichte – Sonete (1825 – 1826)
(Do XX.) Niepewnosc / An XX. Unsicherheit

Totenfeier - Auszüge (1823 – 1832)
Ich hab diese Kraft …

Pan Tadeusz oder der letzte Eintritt in Litauen
Ksiega pierwsza Gospodarstwo / Erstes Buch – Die Landwirtschaft (1836 / Ü.: 1986)

Okres Emigracyjny (1829 – 1855) / Vermischte Gedichte (1829 – 1840)
Osiel i pies / Esel und Hund

Andere über Mickiewicz:
K. Lanckoronska: Der Sturz des Denkmals
L. Begley: Meine Heimat
M. Zeller: Mickiewicz-Dichterwort durch Papst aktuell denn je.

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Bericht vom 10.10.2005.

19. Abend:  

Wacław Berent, auch in Polen ein unbekannter Schriftsteller.

>>Kommentar von F. Schulz

Moder – Próchno (1903)
- Drei Polen geben aus ihrer Heimat was zum besten
• Schöne Weiber (die Polinnen)
• Theater (Shakespeare)
• Literatur
• Wer liest Bücher
• Zeitungen

- Nach Europa ! … Aus Oberschlesien + PL - Original
- In 200 Jahren … (gute Europäer) … Dt. Ozean
- Sehnsucht nach verlorenen Jugendtage + PL - Original
- Polnische Kinderseele
- Deshalb liebe ich diese Slawen, diese Polen
- Bankier, Geliebte und Künstler
- Struggle-for-lifern - >Seid nützlich<

1. Diskussionsrunde: Wie die Veranstalter auf Berent kamen (Frage): Vor 12 Jahren
Der Fall M. und Berent heute in Polen
Und Nietzsche: Haben wir gestrichen !
Wann hat man aufgehört B. zu lesen ? (nie begonnen)
Beziehen sich pol. Schriftsteller auf B. ?
Lesbar für Idioten und Intellektuelle (gewagte These)


Wintersaat – Ozimina (1910 bzw. 1911)
- Es wurde Mazur getanzt - Wir aus Krakau mögen’ s nicht so lau !) + PL - Original
- Die Hölle der Defätisten (Unsere aller Meer ist slawisch)
- Das elegante Neglige (Die Freundin) + PL - Original
- Verspätete Romantik der Zivilisationsmarodeure (Das polnische Glück II)
- Den Männern zuliebe...diese Dreckskerle (Polnisches Glück III) + PL – Original

2. Diskussionsrunde: Ob die Übersetzung identisch wäre ?
Deutsch: abgerundet / abgeschliffen

Lebende Steine (1918)
Iwona Lompart stellte das „unübersetzbare“ Werk vor

3. Diskussionsrunde: Unglaubliches Buch
Europa in Zeiten einer gemeinsamen Kultur
Nibelungen / Hutzinger
Wie wunderschön das Latein zu uns spricht (?)
Masken-Roman
Übereinstimmender Auffassung der TN:
• Darmstadt soll sich für dt. Übersetzung stark machen

Der Lehrer – Nauczyciel (1894)
- Der einzige ehrliche Deutsche auf der Welt
- Das einzige pädagogische Mittel

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Bericht vom 22.08.2005.

18. Abends des Freundeskreises der polnischen Literatur
beim Krakauer Turm Verein e. V. in Nürnberg.

Ausgewählte Sonette von
William Shakespeare

• Genau vor einem Jahr haben wir erstmalig altpolnische literarische Texte über Erotik vorgetragen.

• Folgende Sonette Shakespeare lagen der Aufführung zugrunde: 8, 10, 18, 23, 27, 40, 47, 56, 60, 61, 110 und 128

• Die Übersetzungen ins Polnische waren von:
  JAN KASPROWICZ
  JERZY LOWINSKI
  ANDRZEJ BARANCZAK
  JERZY SITO
  MACIEJ SLOMCZYNSKI

• Es lasen für uns die Schauspieler. KATHARINA  TANK und ANDRZEJ BACZEWSKI.

• Die Kostüme und ausgestellte Kleider hat KATARINA KRAMER projektiert und gemacht,
Klasse Modedesign, Schule für Angewandte  Kunst, Schneeberg.

 - Wir bedanken uns recht herzlich für die finanzielle Unterstützung:
  beim Buchhaus Campe, Nürnberg
  bei der Karstadt AG, Nürnberg und
  bei der Brauerei Meister, Unterzaunsbach.

Im Anschluss fand in der Galerie Ausstellung der Objekte von Katarina Kramer und Schmuckarbeiten von Iwona Lompart statt. 
 


Noch zwei Programmhinweise:
- am 10. Oktober 2005, hier um 19.00 Uhr: über Waclaw Berent (Polen unbekannt) / Nietzsche-  Übersetzer (19. Abend)
- am 21. November 2005, ebenfalls hier um 19.00 Uhr: der 150 Todestag von Adam Mickiewicz (20.  Abend)

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Bericht vom 04.07.2005.

17. Abend >> zum Fotoarchiv.
des Freundeskreises der polnischen Literatur in Nürnberg
Zusammen mit dem Literarischen Salon
des Krakauer-Turm Vereins e.V. (22. Abend).

Ein Nachruf:
Elisabeth Sikorski – Nowak
(19.09.1950 – 29.05.2005)

- Elisabeth Sikorski – Nowak, eine begnadete Übersetzerin / anerkannt in Fachkreisen / die beste Übersetzungs-Kunst dargestellt am Beispiel von Szymborska:
- Im Gedicht „Museum“ (**) wurde „śmieszka“ als „Lachfrau“ übersetzt (wie Lachsack),
wie Putzfrau, Hausfrau und bodenständig / grob, Altes, Vergangenes !
Gemeint ist aber eine Frau, die viel lacht, jung, hübsch; eine Ägypterin vor 3000 Jahren
- Aus: „Zeichen des Feuer“ von Urszula Koziol, S. 96
- Übersetzungen von Erinnerungen verfolgter Juden
- Milosz über Ponary: „ABC, S. 135
- Ela-Übersetzung von Sakowicz/Ponary: Tagebuch in „Flaschen-Post“
(vgl. Veranstaltung im Jüdischen Museum in Fürth am 27.1.2004) -
Literarischer Salon (21 Abende mit Ela, Iga und Jola) / Es war von Ela (literarisches) Kind:
- Jola irrt zuerst allein durch die Metropole in Franken: auf der Suche nach Partnerinnen
- Herbst 1994: dann die Idee zu dritt
- Auf der Suche nach einem rechtlichen Rahmen: 7 Gründungsmitglieder
- Beschluss: Literarischer Salon wird fortgesetzt – einstimmig –

(**) Übersetzer: Karl Dedecius

- 10 Jahre Krakauer-Turm Verein e.V. (2006): Referent abwesend: darum vertagt !
Streit unter den Teilnehmern: Wann war/wird 10 jähriges sein: 2005 oder 2006 ?

- Gombrowicz 101: Vom Trans-Atlantik nach Europa

>Eine Art Testament<

(Montag bis Donnerstag: Ich, ich, ich, ich.)

>Ich habe doch niemals ein Wort über etwas anderes geschrieben als über mich selbst…<

- G. ist allgegenwärtig (2005): siehe Karlsruhe und Berlin-Veranstaltungen der Polonia
- Iwonkas akademische Frage in die Runde: „Wer hat was von Gombrowicz gelesen?:
Ich, ich, ich, ich – gingen die Hände der Reihe nach hoch (Alle haben was gelesen)
- Über LEM und Gombrowicz (wieder) zu Sienkiewicz
Textstellen aus: DyLEMaty, 2003, Kap. „Magik i uwodziciel“

1. Czytam Sienkiewicza … S. 51
2. Kucharz gotujący zupę …S. 53
3. Kiedyż, ale to dawno bylo … S. 56


- „DU“, Nr. 10/1998:“ … die schlanke Rita bekehrte ihn zur heterosexuellen Liebe …“

- Über Gombrowicz und Sienkiewicz zu LEM (vgl. TB, S. 361 – 374) Textstellen:

1. Polnische Schönheit (S. 362)
2. Gefallsucht der Polinnen (S. 368)
3. Wir: Nicht ganz Europa, nicht ganz Asien (S. 374)

- Wittlins Weitsicht (1953): Gelehrte Dissertationen über Gombrowicz
„Ich wage die Prognose, dass einst, wenn Polen nicht nur politisch, sondern auch geistig frei ist, werden Gombrowicz Werke ebenfalls (wie Joyce` Werke) von würdigen Gelehrten erforscht … (Bd. 2, S. 186)
Dissertations-Promotions-Beispiele:
• „Der Stil von W.G` >Trans-Atlantyk< und sein Verhältnis zur polnischen literarischen Tradition“ (Krystyna Schmidt, 1974)
• „Stilistik einer Veränderung. Zur Prosa von W.G.“ (O. Kühl, 1995)
Gombrowicz 1951:
„… immerhin ist meine Schriftstellerei bisher nicht abgestorben, vielmehr gewinnt sie auf ihrer Wanderung durch fremde Länder ihre Anhänger; … es sind Menschen von so beträchtlicher Qualität, dass ich mich sicher auf den Beinen fühlen kann …
Giedroyc zu Gombrowicz über das Tagebuch:
„Diese Art entspricht Ihnen, vielleicht sollten Sie es weiter so versuchen.“
Text-Stellen (aus dem Tagebuch und von anderswo):
- „K. – mein Arbeitskollege“, S. 65 ; „M. – im Krankenhaus besucht“ – S. 490
- „Europa – der Tod“, Bd. 13, S. 141; „Berlin - Gewisse Gerüche – Tod“, S. 315

 

Gruppenbild mit Piłsudski: Wilna 1935: Wer kennt diese Jungs? Der zweite von rechts ist der junge Gienio (Eugeniusz) Danowski (ca. 4-5 Jahre alt)

- „Nach Piłsudski Tod“, Bd. 10, S. 215; („Bei Frau Zofia Nałkowska“, S.156- ff)
Gombrowicz und der Freundeskreis in Nürnberg:
- Die Gründung „seines Stammtisches“ im Cafe Zuntz am Kurfürstendamm als Inspiration für unseren Stammtisch der pl. Literatur
Letzte Seite aus dem Tagebuch (1969) und Gombrowicz` Bilanz: - Einmarsch der Sowjetarmee in der Tschechoslowakei …und Polen ? (S.990)
- 3000 Seiten / ich – ein Diener von Gombrowicz (Bd. 13, S.153-154)
Intellektuelle Bilanz (nach Louis Begley): … Gombrowicz ist Bernhard ebenbürtig, sogar überlegen. Gombrowicz und Celine teilen Bernhards grimmige Freude am Aufspießen ihrer Landsleute und am Entlarven von leerer Prahlerei ihrer Länder …
Begley nennt Kafka, Celine, Gombrowicz und Bernhard das „Quartet der Genies“
Gombrowicz - Vorschau für das Jahr 2006: “Argentinische und andere Streifzüge“


Teil III: Neues aus dem PL- Kulturleben (Polonia & Polska)

• Lato, Dudek & Panienka: Kamingespräch über den polnischen Fußball
Gesucht wird die Aufzeichnung des Spiels von 1974 und
Dudeks Elfmeter-Leistung
• Olaf Kühl-Veranstaltung am 27.06.05 im Krakauer Turm:
- Stammtisch-Kritik: …
- Die Karawane zieht weiter … (NN v. 30.06. „Polenwitze unübersetzbar“ !!!)
- Nachspiel …
• Vorschau:
* Shakespeare dreisprachig „Sonette“ (18. Abend: 22.8.2005)
* Polen und Polinnen unbekannt: Wacław Berent (19. Abend am 10.10.2005)
* 100. - 150. Todestag von Mickiewicz (20. Abend 21.11.2005)
* Ausstellung: „Mickiewicz – Miłosz. Das verlorene Paradies“ (angefragt)

Vertagt (aus Zeitmangel):
• Geplantes (Nach-)Lesebuch zum 16. Abend: „Der unbekannte Hl. Vater“
• Gebrauchsanweisung für Polen (Radek Knapp): Nicht nur Wodka und Chopin
• Magdalena Felixa "Die Fremde" - Ein Roman über deutsche Polonia (Berlin)
• Ein komisches Vorwort von Bogdan Michalski
• Landshuter Hochzeit und die polnische Prinzessin Jadwiga (ein Antrag)
• AK: (polnische) Mittelalter Literatur
• „Schreiben kann jeder“ … (3. Standbein im Turm)
• Neues vom Deutsch-Polnischen Jahr: Ein 10 Millionen € Projekt

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Bericht vom 23.05.2005.

Der unbekannte Papst Johannes Paul II.
und sein Deutschlandbild

- Kraków 1: Meine Studienzeit – 1977/1978

- Słowacki: „Ein slawischer Papst“-1848

- Begegnung mit Johannes Paul II
- Deutsch u. Italienisch als Fremdsprache
- Der Papst liebt Deutschland
- Rom/Rzym (1946 – 1948):

- Alba Pater 1: po polsku

- Mein polnisches Erbe
- Die polnische Herkunft
- Eine Audienz
- Mein fünfter Papst
- Die Macht des Hl. Geistes – 1979
- Als sich ein Traum erfüllte
- Deutschlandreisen als Papst 1980/1987/ 1996 )

- Verlorene Einheit / Ökumene/Feminismus

- Lesebriefe: Kurie internationalisiert /
Der Papst und der Agnostiker Milosz /
Einmarsch verhindert

- Römisches Triptychon - Epilog
- Vorwort zum Triptychon

- Alba Pater Nr. 22

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Bericht vom 11. April 2005.

Vorgeschichte : Dreifachplanung

- Ausstellung der polnischen Buchkunst (die Ausstellung fand statt)
- Kurzreferat über Tokarczuk + Kosiński (die Referentin hat abgesagt)
- Nachwuchs-Lyrik(erin):Joanna Harazny (aus aktuellem Anlass vertagt)

- „Zostałem zdekonspirowany“

Spontane Lesung folgender Gedichte von Karol Wojtyla (pl./dt.)
- „Emilii, meiner Mutter“
- „Sonetten - An einen Freund“ I, II, IX
- „Als David in seine Heimat kam“ (Fragment v. Psalm)
  „Widzisz matko ...“
- „Das Czarnoleska Gastmahl”
- „Symphonie – Das Wort: Logos” VI, VIII
- „Życzymy, życzymy”
- „Steinbruch”
- „Myśląc Ojczyzna” 1 / 4 / 5
- „Römisches Triptychon – Der Bergbach ”
- „Vollendung – Apocalypsis”

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Bericht vom 28. Februar 2005.

I. Verschiedenes & Neuigkeiten

• Muzeum Powstania Warszawskiego:   www.1944.pl

• Eurovisionen (Polen) in Fürth:   www.kultur-im-grossraum.de

• Ukraine: Orangefarbene Revolution und Giedroyc (siehe FAZ 22.12.04)

• General Sikorski / Katyn / Hochhuths Stück: „Soldaten“ (siehe FAZ 22.2.05)

• Planung: Froben wird Bruno Jasienski vorstellen (Ende 2005)
 

II. Der „polnische Oscar Wilde“ Jaroslaw Iwaszkiewicz (1894-1989)

• Lebenslauf: Mehr als 65 Schaffensjahre, 3 Epochen, seine Literatur und Funktionen
• Ich habe gelesen:
  - „Die Geschichte mit dem Kater“
  - „Das Birkenwäldchen“ - Erzählungen
  - „Chopin“
  - (Unbekannte Geschichte): Wie die Orgel bei der Hochzeit nicht funktionierte
• Diskussion:
  - Schwul und Kommunist ? (siehe Gretkowska, „Polka“, S. 189 ff.)
  - Iwaszkiewicz hat noch heute seine Lese(r)-Gemeinde / gut angekommen

III. Manuela Gretkowska (Jg. 1964): „Polka“, ein Roman – Ein Streigespräch

- Frage in die Runde: Wer hat „Polka“ gelesen ?“: Ein Frauenarzt,
eine Übersetzerin, ein Büro-Angestellter und eine Polonistin
- Polarisation in der Diskussion (Gretkowska als Zankapfel !)
- Und dennoch: Gretkowska als Thema des 5., 6. und 14. Abends !
- Man(n) kann „Polka“ auch als Fachbuch lesen (Schwangerschaft)
- Dt. Titelbild soll besser sein als die pl. Ausgabe !
- Bissige intellektuelle Ausflüge
- 2 Monate nach der Lektüre: Eine Leserin kann sich an nichts erinnern !
(Iwaszkiewicz dagegen blieb 25 Jahre in Erinnerung.) / Wo bleibt Tokarczuk ?
- Vorwurf der Oberflächlichkeit
- Gewünschte und „aufgezwungene“ Diskussion über „Polka“:
  • Polnisches Brot und die Kritik an Schweden
  • Ur-Ur-Ur-Großvater Groot („schöne Geschichte“)
  • Erinnerungen der Fiszerowa
  • Jozef-Mackiewicz-Preis (Streit um zwei Brüder)
  • Magisterarbeit in Komparatistik, 1987 (Alle waren im Widerstand)
  • In der privaten Journalistenschule
- General Pilsudski (Eine Dame glaubt diese Geschichte nicht)
- Zum xten Mal Czapski (siehe: Privatleben von Iwaszkiewicz)
  • Iwonka aus Deutschland ( Es gibt viele Iwonkas)
  • Metro-Station Raclawicka ( Kein Vergleich zu VGN)
  • Poleczka (Die kleine Polka)

Thema des 15. Abends am 11. April 2005: Tokarczuk und Kosinski (ein Zufall)

Milan Bartl (Protokoll)

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Bericht vom 17. Januar 2005.

Ein Novum: Alle Gäste waren zugleich auch Gestalter des Abends, da jede/r mit Prosa & Poesie eigener Wahl ausgestattet war.

Ein Schluck Prosecco zum ersten Jahrestag der literarischen Treffen des Freundeskreises der polnischen Literatur. >>Zum Bericht

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Literarische Kamingespräche:

7. Moorenbrunner Kamingespräch am 24.4.05 (Matinee mit einer Vernissage).

• Die Gastgeberin stellt ihre Umbaupläne für den Bau eines Kamins vor

• Premiere: Wiedergabe der Vortagskunst einer neu entdeckten Rezitatorin (Astrid):

„die schwächeren bleiben
an bartischen bierkiosken hängen
noch schwächere
stürzen sich auf schatten von ideen
schatten von wörtern
aber diese schatten sind so durchsichtig
das der tod durch sie durchscheint“ (T. Rozewicz)

• Der Gastgeber erinnert an das 6. Morennbrunner Kamingespräch am 9.4.09
- Das Thema war: Das Lebenswerk von Tadeusz Rozewicz
- Er als atheistischer Dichter – ein Gegenpol zu … allen anderen
- Leserbriefe des Gastgebers an SZ u. NN
- Ein Literaturkritiker über Rozewicz: „ein mystischer Dichter“
- Bezug zwischen Johannes Paul II. und Rozewicz (als Mystiker) ?

• Tagesthema: Die erweiterte Fotoausstellung (ca. 400 Bilder) der Fotografin
Iwona Anna Lompart und ihre Reise nach Krakow (7.-9.4.05) + 2. Wojtyla Lesung

• Kardinal Ratzinger über Johannes Paul II. im Jahre 2004):
„ Er ist ein großer Mensch – er sucht sich nicht, weil er ganz bei sich ist.“

• Der Gastgeber meint (und er schließt sich selber ein), dass es für jeden Zeiten gibt, in denen man „Schatten von Ideen, von Wörtern“ nachjagt. Im Gegensatz dazu, müssen einzelne starke (außergewöhnliche) Menschen (Vorbilder) keinen „Schatten“ nachjagen; sie finden sich (gegenseitig) im Glauben wieder

• Originaltext von Johannes Paul II (23.2.03): „Die Gläubigen welcher Religionsgemeinschaft sie auch angehören, haben die Pflicht, zu verkünden, dass wir niemals gegeneinander glücklich sein können.“

• Eröffnung der Iwona - Anna - Lompart – Vernissage: Krakauer Spaziergänger, u. a.
- „Skalka – Paulinerkirche auf dem Felsberg“: http://www.jasnagora.pl
Krypta mit Gräbern berühmter Personen polnischer Kultur:
• Jan Dlugosz (1415 -1480)
• Wincenty Pol (1807 - 1872)
• Lucjan Siemienski (1809 - 1877)
• Jozef Ignacy Kraszewski (1812 - 1887)
• Teofil Lenartowicz (1822 - 1893)
• Adam Asnyk (1838 - 1897)
• Henryk Siemiradzki (1843 – 1902)
• Stanislaw Wyspianski (1869 – 1907)
• Jacek Malczewski (1855 – 1929)
• Karol Szymanowski (1882 – 1937)
• Ludwig Sokolski (1855-1954)
• Tadeusz Banachiewicz (1882 – 1954)
• Czeslaw Milosz (1911-2004)

• Querschnitt durch Leserbriefe in Tageszeitungen als Gefühlslage einer Nation:
N.N. v. 16.4.05 (beispielhaft): Die Taten des Johannes Paul II …
- Trotz seines Verdienstes … in den ehemaligen kommunistischen Ländern … (!!!)
- Verhinderer jeden Fortschritts in der katholischen Kirche
- Seine konservative Haltung in allen Kirchenangelegenheiten
(Frauen, Geschiedene, Zölibat, Pille, Kondome)
- (Er) hat maßgeblichen Anteil daran, dass man in unseren Gottesdiensten kaum junge Menschen findet (…)

• Ortswechsel: In der vollen Kirche der Polnischen Mission Nürnberg am 17.4.05:
(Ohne Nachwuchsprobleme: Pfadfinder, Ministranten, Chor-Sänger, Kirchengänger)

• Das Krakauer Haus in Nürnberg und das Nürnberger Haus in Krakow: Kritiken
- u. a. das Kondolenzbuch vermisst
- Aushang und Glückwunsch zur Wahl von Benedikt XVI
- Angemessene Würdigung der berühmtesten Bürgers Krakaus

• Halbmast geflaggt: in Fürth, Bayern; nicht aber an der dt. Staatsgrenze zu Polen (!)

• Historie-Vorwurf: Nicht in Polen, sondern u. a. in der SZ-Leserbriefe (Niermeier)

• Texte des „unbekannten“ Papstes Johannes Paul II („wie von Che: revolutionär“):
- „ Ende des Sozialismus“ (Ein Enzyklika-Text): Grenzen der Marktwirtschaft
- „ Gegen den (I) Golfkrieg“ am 17.1.1991 (An seine Mitarbeiter)

• Besuch bei „Swietej Siostry Faustyny“ (Bericht von I. Lompart)
- Sanktuarium Bozego Milosierdzia w Lagiernikach: Wort zu Gott, gesagt in der Sprache der Architektur des 22.Jahrhunderts und als Ort der Energie

• Original-Ton Johannes Paul II: „Czy wy magie zamiar pojsc spac“

• Der beste Text zu den oben angeführten Ereignissen ist von Dorota Maslowska:
„Ich weiß erst jetzt, was Geschichte ist“ (FAZ vom 04.04.2005)

gez. M. Bartl und F. D. Schulz

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6. Kamingespräch Moorenbrunn 9.4.2005
Thema Tadeusz Rozewicz – seine Gedichte.
Zu Beginn wird an den Tod Johannes Pauls vor genau einer Woche, mehr noch dem Dichter und Mystiker Karol Wojtyla gedacht. Gibt es Parallelen, außer möglicherweise gleichen Kriegserlebnissen?
Der Gastgeber liest aus einer Rezension zu Różewicz, wo Rozewicz ein „Mystiker“ genannt wird. Hierüber findet Diskussion mit Gästen statt. Uneinheitliches Ergebnis, ob Rozewicz ein Mystischer Dichter genannt werden kann.

Der Gastgeber erzählt von seiner ersten „Begegnung“ mit Rozewicz. 1983 bei einem Auslandeinsatz (als Vermessungsingenieur im Irak) erhielt er mit sechswöchiger Verspätung regelmäßig die FAZ. Dort fand er das folgende Gedicht abgedruckt:

Für mich ist es Zeit
Im Andenken an Konstany Puzyna

Für mich ist es zeit
es eilt
was nehme ich mit
an jenes ufer
nichts
das also ist alles
mutter

ja mein sohn
das ist alles
nur soviel also
nur soviel
ist das ganze leben
ja das ganze leben

„dieses Gedicht schnitt ich aus und trage es seither im Geldbeutel, am 4.7.2002 ließ ich es mir von Rozewicz signieren – er erklärte mir auch, dass er dieses Gedicht seinem Freund dem Theaterkritiker Puzyna gewidmet hätte, der inzwischen verstorben sei“
diese Begegnung fand anläßlich einer Lesung im mittelalterlichen Runtingersaal zu Regensburg statt. Der Tatsache geschuldet, das diese Lesung vor 300 Zuhörern stattfand, zeigt wie sehr ein scheuer Dichter auch „Massen“ anlocken kann.

Der Gastgeber las das Gedicht: Entmenschlichen die Großstädte? vor. Er erläutert, warum dieses düstere Gedicht ihn an düsteren Tagen trotzdem (oder gerade deshalb?) Trost spenden kann. Hierüber Diskussion, ebenfalls uneinheitlich. Manche Teilnehmer brauchen an solchen Tagen Ablenkung bzw. Unterhaltung „trivialerer“ Natur.

Der Gastgeber liest ein Gedicht von Aleksander Wat aus dem Jahr 1956 und zieht Parallelen zu Rozewicz.

Astrid liest das Kapitel: Zu den Quellen
aus Vorbereitungen zur Dichterlesung von Tadeusz Rozewicz.

Dort heißt es „...für mich bedeutete das poetische Schaffen handeln, nicht aber das verfassen schöner Gedichte. Nicht Gedichte: Fakten....wenige Monate nach dem Ende des zweiten Weltkrieges kamen mir Bezeichnungen wie ästhetisches Erlebnis suspekt und lächerlich vor...das bedeutete nicht, daß es unter meinen Gedichten keine gibt, die dem Rezipienten ästhetische Erlebnisse vermitteln sollen. Gedichte dieser Art gibt es.. ich halte sie für Etüden, Fingerübungen, die unentbehrlich sind.“
Borowski fragte 1948 , ob man noch Zeilen verwenden könne, wie
der Mond scheint“ darauf hin verfaßt Rozewicz das Gedicht: Der Mond scheint.

Astrid liest das Gedicht von Rozewicz:

Der Mond scheint
leere straße
der mond scheint
der mensch flieht

der mond scheint
der mensch fiel
der mensch erlosch
der mond scheint

der mond scheint
leere straße
gesicht des toten
wasserlache

Allgemeine Diskussion über die Poetik Rozewicz und über die Poesie überhaupt nach Auschwitz und nach dem Krieg.

Es wird allgemein festgestellt, wie erstaunlich es ist, das jemand der sich so vom Literaturbetrieb des Landes fernhält (Gleiwitz, später Breslau), der sich jeder Mode entzieht, so wesentliches zur Poesie der Welt beitragen konnte. Einmal fehlt ihm eine einzige Stimme im Gremium, das den Nobelpreisträger wählt.

Marzena liest das große Gedicht: Die alten Frauen

gez. M. Bartl

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5. Kamingespräch über polnische Literatur
in Moorenbrunn am 24.09.2004 Abend mit Czesław Miłosz

Einführung durch den Gastgeber:
Gedichte und Natur-Völker - Gedichte: älteste künstlerische Ausdrucksform/ Lyrik in Ländern, die viel um ihre Freiheit kämpfen mußten, größere Bedeutung (- Irland - Polen- Vergleich).

Polnische Antwort auf die Frage ob nach Auschwitz Kunst möglich wäre? Ja aus polnischer Sicht, eindrucksvolle lyrische Antworten z.B. Miłosz, Różewicz, Gedichte können das Grauen sichtbar machen.
Czesław Miłosz lebt weiter in seinen Gedichten (und ist heute anwesend durch seine Unterschrift auf Bild: a portrait with a cat)

Programmgestaltung durch die Teilnehmer:

-"A Portrait With The Cat" / "Katze" (Ein Gedicht mit Grafik und Originalsignum C.Milosz)

- Aus dem Nachruf von Reich Ranicki "Der Magnetismus der Poesie" (FAZ 16.08.04)
und das untergegangene Zitat:

"In der Fremde, sagt Miłosz ... wird die polnische Literatur überall unterschätzt."

- Zwei (weitere) widersprechende Nachrufe: Dichtung als Erlösung von Ulrich Schmid in der
NeuenZürcherZeitung..und im Schreiben verwischte ich die Spuren von Thomas Steinfeld
(Süddeutsche) ? verschiedene Auslegungen zum Thema persönlicher Glaube / dazu passt für beide
Artikel die Überschrift aus Focus-Magazin über Miłosz : Gläubiger Ketzer: ...im gleichen Artikel
farbige Fotos aus der Heimatstadt Sitenei in Litauen.

- "Meine treue Sprache" (Gedicht mit kritischer Selbstreflexion über sein Volk und seine Heimat)
dieses Gedicht stößt bis heute auf Widerspruch in rechten polnischen Kreisen. Streit um sein
Ergräbnis !

- Gemeinsamkeiten: Emigration / 20 Jahre Einsamkeit / Exil
- "Das" (in Gedichtform) / Zustand des Alters / Erotische Sprache / 80 Jahre alt
- Dt. - jüdisches Zentrum: Eröffnung im November 2004
- Heimat-Diskussion: Kleines Vaterland / kraj rodzinne / domow / ojtec / Geburtsort
- Der Papst, ein Dichter der polnischen Romantik: Briefwechsel / Machtwort zum Streit um

Begräbnisort. Papst erkennt Milosz "Suche nach Glauben" als Religiosität an (JohannesPaul: "wichtig
ist die Intention der Suche").

- Polnische Romantik in Bezug auf Papst / Miöosz zeigt Zusammenhänge in Texten von Johannes Paul
zu Norwid auf / Gemeinsames Erbe der polnischen Geschichte

- "Dolina Issy" (1955): Eine Marzenka - Geschichte:

Eine Radiostimme aus der USA - eine Jugendgeschichte / Initiation

- Auf Milosz-Spuren: Reise nach Litauen und Estland - Magda Erzählung: Schöner als Krakow ?

- (2. Heimat / Alte Männer / Kinder ?)

- "Hoffnung" (Nadzieja) und danach: Kulinarische Köstlichkeiten der Gastgeber

- Neues aus dem Turm:

- Galizien: Sommer 2005 (Dt. Jüdisches Zentrum) / Eine Reise wird geplant:   Lublin - Lemberg - Drohobicz: 02/05 // Schulz und Reszel: Athmosphäre in Reszel wie aus "Zimtläden von Bruno Schulz)
Hinweis auf das Buch: Ein Mann, der vielleicht Schulz hieß von Ugo Riccarelli, (Antionio Tabucchi lobte das Buch "der Roman lebt vom Gefühl für die menschliche Kultur").

- "Verführtes Denken" ("Umysł zniewolony", 1953): Eine Iwonka - Geschichte:

Studentenheim 1989 / Radio und Nobelpreis / Theaterleiterin in G. / 1. Abend

"Alpha" .../ Abrechnung nach dem Tod / Die Bauernfamilie - Geschichte am Bahnhof:

Erste Entscheidung für das Buch / Herrgott versteht ihn ? ...

- C.M. im Krieg: Wawa / Rumänien / Wilnius Untergrund (Wis. Teil)

- Volkssprache: "In der Zeit des 1. Russen ... 2. Deutschen" (?)

- Auszug aus Wawa nach dem Aufstand:

- Jan Kot: Erinnerungen

- "Campo de`Fiori" (Gedicht)

- "Rodzinna Europa" ("West- und östliches Gelände", 1959): autobiographisches Essay

Motto: Streit zwischen zwei Personen: 60%, 75%, 100%

Tour durch Europa: CSR, Deutschland / Von Wilnus nach Prag: Erste große Stadt

Was hat Milosz in Bayern erlebt ?: (Speisewagen ...) / Unverständliche Sprache ...

Unterschied zwischen Prag und Krakow: mehr Sitz-Bänke in Prag

Lindau i. Bodensee / franz. Grenze: Einreiseverbot für ... !!!

- Von beiden Seiten angegriffen (Links / Rechts !)

- Letzte Jahre in Polen: Ein Denkmal / Zurück zum Leben: in Liebe / nach Krakow

- "Bublinki" in/aus Wilna

Musik mit Olgierd Lukaszewicz: "Campo de Fiori" /Różewicz: "Ocalony" / "Kartoteka"
Unterschiedliche Akzente zum Thema Holocaust und Beurteilung des Menschen. Das schlechte kommt immer vom Menschen (Różewicz). Die Natur ist weder schlecht noch gut, durch die Intelligenz des Menschen und sein Urteilsvermögen ist erst durch den Menschen die Unterscheidung von Gut und Böse möglich (Miłosz).
Miłosz spricht allerdings Menschen nicht von persönlicher Schuld frei, der Mensch hat ein Bewußtsein, deshalb ist er schuldfähig (siehe unten Gedicht Ein armer Christ.. der die christliche Mitschuld thematisiert und siehe auch Bezug zu Ponary).

Unde Malum von Milosz ..."leider Lieber Herr Różewicz ist die gute Natur und der böse Mensch eine romantische Erfindung - wenn es so wäre könnte man es aushalten- so zeigen Sie die Tiefe ihres Optimismus..."

"...": Bienen, Ameisen, Trompeten... Gedicht : "ein armer Christ schaut auf das Ghetto ..was werde ich ihm sagen, ein Jude des neuen Testaments, der seit zweitausend Jahren auf die Wiederkehr Christi wartet? Mein zerschlagener Körper wird mich seinem Blick ausliefern und mich unter die Gehilfen des Todes reihen: die Unbeschnittenen." (CM)

Ponary (Auszug aus "Mein ABC" von CM: "...die Geschichte der Barbarei hat diesem Namen ein Stigma des Grauens zugefügt ..die Deutschen hatten Ponary zum Ort von Masseenexekutionen auserkoren 120.000 Opfer meist jüdischer Herkunft. Die Tatsache, daß sich litauische Spezialeinheiten daran beteiligten ist ein Schandfleck litauischen Nationalbewusstseins.." Hinweis auf Ela Nowaks Übersetzungsarbeit von K. Sakowicz, Dokumente zur Judenvernichtung von Ponary

- "In meiner Heimat" (Iwonka sucht seit Jahren ein Zitat und Marzenka findet es sogleich)

- Literarische Witze: 1. Danzig - Grass / 2. Freud: Warschau - Witz 3. Galizien: Der Kaiser

- Planung: Literarisches Adventsfest in Moorenbrunn : polnische Weihnacht, deutscher Advent

gez. M. Bartl / F. Schulz

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4. Kamingespräch am 26.07.2004 in Fürth

1.1 Weitere Suche von Texten dt./pl. Zum Thema PL-Sommernachtsträume

1.2 Arbeitsessen beim Gastgeber (Ostpolnische Küche, Teil 2)

Zupa szczawiowa z jajkiem, ziemmiaki tluczone z wiejskim maslem (1. Gang)

Kruchy placek z czarnymi jagodami (Nachtisch) + Herbata z sokiem z kwiatow

czarnego bzu

1.3 Lieder (+CD): Janda / Osiecka / Kayah / Kora / Szalapak

1.4 Texte von Pawlikowska-Jasnorzewska und viele tel. Rundrufe

M.B. + I.L.

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3. Kamingespräch am 21.07.2004 in Dürrenhof

1.1 Vorbereitung des Monatsgesprächs: Warschauer Aufstand am 6.9.04 im Turm.

Borodziej und Bialoszewski "Über den Warschauer Aufstand"

Komornicki "Auf den Barrikaden von Warschau" - Der Weg eines Buches über

Hradec Kralove, Walbrzych, München nach Nürnberg

Davies "Aufstand der Verlorenen - Der Kampf um Warschau 1944" / Urban

2.1 Die Idee einer neuen Vortragsreihe im Turm: "Polnische LiteraturWanderung":

Mazury im Spiegelbild der Literatur / Polnische Gotische Burgen /

Europäischer Fernwanderweg E 11: u. a. Grunwald - Augustow

Mickiewicz "Dziady", Teil III / Sienkiewicz "Krzyzacy " (Czech Glowacz !) /

Lenz "Masurische Geschichten" / Koeppen "Es war einmal in Masuren"

3.1 Witkiewicz: "Sztuka i krytyka u nas" (1949) / "Matejko" (1950)

"... Buchausgaben mit ihren unaufgeschnittenen Seiten. Ich wünsche keinen

Leser, der zu faul ist, für mich ein Messer zu gebrauchen." (Aus stenographischen

Notizen von Keats in Durrell "Balthasar")

Korczak "Wie man ein Kind lieben soll" (Überreaktion einer Polin auf diesen Text)

Intruz - Problematik (Kein Thema für die Literatur ?)

Kamingespräche - Anfang
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2. Kamingespräch am 19.07.2004 in Fürth

1.1 Ablauf des Sommernachtstraum-Abends am 2.8.04 im Krakauer Turm:

Literatur, die kein Tabu ist / Man(n) kommt ohne "Schimpfwörter" aus.

1.2.Literatur-(Vor-) Auswahl:

Zegadlowicz "Motory" / Zeromski "Die Geschichte der Sünde /

Pawlikowska-Jasnorzewska (1894 - 1945): Die polnische Sappo /

Samozwaniec "Na ustach grzechu" (Schwester von Pawlikowska-Jasnorzewska)

1.3 Gedichte / Lieder (+CD): Janda / Geppert / Osiecka / Kayah / Kora / Szalapak /

2.1 Arbeitsessen beim Gastgeber und Diskussion über Ostpolnische Küche:

Chlodnik Litewski: unbezahlbar im Geschmack - 1. Gang /

Pierogi z jagodami - 2. Gang + Herbata z sokiem z kwiatow czarnego bzu

Waldfrüchte: maliny, borowki, jagody (gesammelt im Reichswald)

(Darstellung in der einheimischen Literatur): Konopnicka, "Na jagody"(1903)

3.1 Polnische Märchen und Kinderbücher (allgemein und beispielhaft):

Siatkiewicz "Tajemnica Wiklinowei Zatoki" / Wernerowa "Sekrety delfinow" /

Wysocki "Elementarz zeglarski" / Krasicki "Bajki" /

Gramsci "Drzewo jezny" / Kownacka "Plastusiowy Pamietnik" /

Duszynska "Cudaczek - Wysmiewaczek

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1. Polnisch-literarisches Kamingespräch am 25.06.2004 in Moorenbrunn.

1.1 Vorbereitungsrunde für das Monatsgespräch über Przybyszewski / Munch:
1.2 Gesamtausgabe mit einem Kommentarband (9 Bde)

- Erzählungen 1 : De profundes und andere Erzählungen
- Zur Psychologie des Individuums - Erzählungen und Essays
- Romane 1 Homo Sapiens, Satans Kinder
- Romane 2: Das Gericht, Erdensöhne, Der Schrei
- Schnee - Sämtliche Dramen
- Kritische und essayistische Schriften
- Ferne komm ich her... - Erinnerungen an Berlin und Krakau
- Briefe
- Kommentarband - Aufsätze und Studien

2. Arbeitsessen beim Gastgeber und Diskussion vor dem Bücherregal:

- M. Bialoszewski:
  "Nur das was war - Erinnerungen aus dem Warschauer Aufstand"
- B. Prus: "Die Welle strömt zurück" (Büchergilde)
- A. Wat: Jenseits von Wahrheit und Lüge" (Anti-Polonismen; Dostojewski)
- O. Wat: Der zweite Schatten" (verlag neue kritik)
- J. Pilch: "Andere Lüste" (CZ - Grenz - Thematik)
- O. Tokarczuk: " Der Schrank" (Über Karpacz)
- T. Tryzna: "Fräulein Niemand" (Über Ewa)

3. Ablauf des Przybyszewski - Munch - Abends (5.7.04 im Krakauer Turm)
3.1 Vortrag (Herr Schulz) :

Die nackte Seele - Der Kreis - Pan - Munch - Dt. Moderne / Junges Europa
"Von Polens Seele - Goethe - Nürnberg - Seine Kinder - Thomas Mann - Er
und das Jüdische - 1. Diskussion

3.2 Munch po polsku : Andrzej liest aus "Na drogach duszy" vor

3.3 Der Maler und der Schriftsteller: Quellen 1969 und 1973

3.4 Gombrowicz` TB: "Als Pole ... auf die Knie. Und er kniete nieder vor sich selbst"

3.5 Przybyszewski und seine literarischen Freunde in Böhmen

gez. Milan Martl

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Od grudnia 2003: