Mo, 6.09.04, 19.30 Uhr - Freundeskreis der polnischen Literatur lädt ein zum Abend:  
                                     Der Warschauer Aufstand, 60 Jahre danach - eine literarische Auswahl mit Liedern.

Quelle: http://wilk.wpk.p.lodz.pl/~whatfor/kalendar.htm#8%20VIII%201944

Powstanie warszawskie (1 sierpnia – 2 października 1944) było wystąpieniem zbrojnym w okupowanej przez wojska niemieckie Warszawie zorganizowanym przez Armię Krajową, połączonym z ujawnieniem się i oficjalną działalnością najwyższych struktur Polskiego Państwa Podziemnego. Od strony militarnej powstanie było wymierzone przeciwko Niemcom, jednak jego głównym celem była próba ratowania powojennej suwerenności, a być może także niepodległości Polski, poprzez odtworzenie w stolicy Polski legalnych władz państwowych będących naturalną kontynuacją władz przedwojennych, co miało uniemożliwić narzucenie Polsce marionetkowych władz uzależnionych do Związku Radzieckiego, którego wojska właśnie zbliżały się do Warszawy.
Walki trwały 63 dni. Straty po stronie polskiej to 18 tys. zabitych i ok. 25 tys. rannych żołnierzy, oraz ok. 150-200 tys. ofiar spośród ludności cywilnej. Wśród zabitych było też dużo młodzieży.
W czasie walk zburzonych zostało ok. 25% zabudowy miasta,  a pod koniec wojny ok. 85% miasta leżało w gruzach. Zniszczony został wielowiekowy dorobek kulturalny i materialny. Zrodlo: http://pl.wikipedia.org/wiki/Powstanie_warszawskie
   

Warschauer Aufstand
Angesichts des Vorrückens der sowjetischen Verbände in der Sommeroffensive 1944 bis vor die Tore Warschaus entfachte die nationalpolnische Heimatarmee (Armia Krajowa) - unterstützt von weiteren Untergrundgruppen wie der kommunistischen Volksarmee (Armia Ludowa) - am 1. August 1944 einen Aufstand gegen die deutschen Besatzer. Die rund 25.000 Aufständischen unter Führung von General Graf Tadeusz Komorowski (1895-1966) versuchten, die polnische Hauptstadt vor dem Einmarsch der Roten Armee aus eigener Kraft zu befreien.... Am 2. Oktober 1944 mußten die polnischen Verbände in Warschau die Waffen strecken. 16.000 polnische Bewaffnete und 150.000 Zivilisten sowie 2.000 Deutsche fielen den Kämpfen zum Opfer. Rund 70.000 Menschen wurden in Konzentrationslager deportiert und hunderttausende Warschauer in das Durchgangslager Pruszkow zwangsevakuiert. Systematisch zerstörten deutsche Verbände anschließend einen Großteil der nahezu menschenleeren Hauptstadt.   Quelle:
http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsverlauf/warschaueraufstand/

Do, 16.09.04, 19.30 Uhr - Freundeskreis der polnischen Literatur lädt ein zur Autorenlesung von Klaus Gasseleder aus Erlangen:
                                     "Auf den Spuren Goethes in Böhmen" - Handreichungen für eine literarische Reise.

Klaus Gasseleder, geb. 1945 in Schweinfurt. Studium der Germanistik und Geschichte. Seit 1991 freier Autor und Journalist in Erlangen.
Veröffentlichungen: Zunächst fränkische Mundartgedichte, Herausgeber von Anthologien zur Mundart, Regionalliteratur. Seit drei Jahren hauptsächlich hochdeutsche Veröffentlichungen: Erzählungen, Reiseberichte, Hörbilder für das Studio Franken des Bayerischen Rundfunks.

Bislang 22 Buchveröffentlichungen. Zuletzt:

Der Weg zurück. Tagebuch einer Wanderung (1996)
Auf Goethes Spuren in Böhmen (1999)
LiteraTourLand Franken (2000)
Zwei Jean Pauliaden (2000)
Amaryllis. Eine Dichterliebe auf dem Lande (2000)
Den 20. Jänner ging Lenz durchs Gebirg´ (2001)
Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS), Neue Gesellschaft für Literatur Erlangen, Deutsch-Schweizer PEN, Internationales Dialektinstitut Innsbruck.

Eintritt € 5,-

Do, 18.09.04, 20.00 Uhr - Realsatire: "Rettet die Wurstmenschen!" - Leszek Herman (Oswiecimski) präsentiert eine szenische 
                                     Lesung mit Musik und Aufführung des »Wurstmenschen-Films« von Volkmar Umlauft.

Leszek Herman (Oswiecimski) vom berliner “Club der Polnischen Versager” (waren u.a. in der Talkshow von Alfred Biolek) präsentiert eine Realsatire zum deutsch-polnischen Verhältnis: Ausgelassen, witzig und ironisch betrachtet er die gegenseitigen Vorurteile und Eigenheiten der beiden Nachbarvölker.
Deutschland wird von polnischer Wurst geradezu überschwemmt. Natürlich kocht die deutsche Wurstlobby, zumal es Anzeichen gibt, dass Krakauer und Kabanossi eine fatale Wirkung auf die Deutschen haben: Sie werden faul und zufrieden! Zwar wird schnell ein Importverbot verhängt, doch findige polnische Techniker versuchen, das Embargo durch die Konstruktion von Wurstmenschen zu umgehen. Diese sollen fähig sein, im Alleingang die Grenze zu überqueren, um dann in Deutschland in den Regalen und Kühltheken zu landen.

Der Autor Leszek Herman Oswiecimski über sein Buch "Klub der polnischen Wurstmenschen", sein eigenes Versagen als Schriftsteller und den Erfolg von Günter Grass im Interview von Uwe Rada (taz)>> http://www.uwe-rada.de/themen/pol17.html
...Mag der geneigte Leser doch selbst einen der schönsten und herzlichsten Clubs Berlins besichtigen, den in der Torstraße 66 gelegenen "Club der Polnischen Versager" http://www.polnischeversager.de . Neben Reihen wie "Polnische Autoren läsen für deutsche Verlage" und polnischen Filmvorführungen erlebt der Besucher vielleicht auch legendäre Suffabende, bei denen mit Luftgewehren auf Bananen und Barbies geschossen werden darf, oder israelische Reisegruppen hitzige Debatten entfachen, Kleinkinder zwischen bärtigen Trunkbolden herumkrabbeln... mehr unter http://www.satt.org/literatur/03_11_wurstmenschen.html

Eintritt € 8,-

Sa, 25.09.04, 19.30 Uhr - "Blumen auf Beton" und "Schilder"
                                       Vernissage der Ausstellung von Agata Norek in der Kunstgalerie KrakauerHaus.

Die 1978 im Polen geborene Künstlerin hat die Akademie der Schönen Künste in Kattowitz (frühere Filiale der Kunstakademie Krakau) mit zwei Diplomen absolviert. Eines in Malerei, das zweite, mit Auszeichnung in  Graphikdesign. Im Rahmen des Sokrates/Erasmus Programms hat sie auch an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg studiert.

Nun stellt sie bei uns zwei ihrer neuesten Ausstellungsthemen vor:
"Blumen auf Beton" - ein Zyklus mit mehrdimensionalen, fast poetischen
Formen, die eine intime, erwachende Weiblichkeit darstellen und "Schilder",
bunte, aus dem Bauch gemalte, Mandalas ähnliche Bilder.
Die Zusammenstellung der absichtlich sehr erotischen Objekten und
emotionsgeladenen Bilder wirkt wie ein lyrisches Lied und spricht Zuschauer an.

Die Ausstellung kann bis zum 20.10.2004 besichtigt werden.

Musikalische Begleitung: Amraa Baasandorj (Mongolei) singt Khöömii (in Europa Oberton-Gesangstechnik genannt) und spielt mongolische Geige und Tovshuur.

Mo, 04.10.04, 19.30 Uhr - Freundeskreis der polnischen Literatur lädt ein zum Abend: Jerzy Andrzejewski,
                                       "Siehe, er kommt hüpfend über die Berge – „Idzie skacząc po górach" - Ein Diskussionsabend.
Ausschnitt aus „Tygodnik Powszechny“: „Vor dem Krieg wurde er zu als die neue Hoffnung der polnischen, katholischen Literatur angesehen. Nach dem Krieg wurde er ein überzeugter Kommunist. Als einer der ersten, hat er in den 70-er dem Kommunismus den Rücken gekehrt und ist der demokratischen Opposition beigetreten, war Mitglied bei KOR. Wurde unerkannte Moralautorität, obwohl als Privatperson er kein Beispiel werden konnte“.

Fragment z Tygodnika Powszechnego: "Przed wojną okrzyknięto go nadzieją polskiej literatury katolickiej. Po wojnie został piewcą nowego systemu. Od komunizmu odszedł jako jeden z pierwszych, w latach 70. Związał się z opozycją demokratyczną, był członkiem KOR. Stał się autorytetem moralnym, choć prywatnie raczej nie nadawał się na wzór."

Sa, 23.10.04, 19.30 Uhr - „Meine treue Sprache/../Du warst mir mein Vaterland, weil es mir fehlte“ -
                                      Ein Lyrikabend zum Gedenken an den polnischen Literaturnobelpreisträger Czesław Miłosz (1911 - 2004).

 Czeslaw Milosz (1911 - 2004),   FOTO: Elzbieta Lempp

„Nun hat er, der fast lebenslange Emigrant, doch in seiner „süßen europäischen Heimat“, ja auf der geliebten polnischen Erde, in der ihm heiligen Stadt Krakau sterben dürfen, 93 Jahre alt, der Dichter, Erzähler, Übersetzer, Literaturprofessor und Nobelpreisträger von 1980, Czesław Miłosz...“ (Die Zeit)

„der Klassiker des antitotalitären Gedanken...“ (Independent)

„der letzte, große Metaphysiker der europäischen Poesie....“ (Tagesspiegel)

„der mit kompromisslosem Scharblick der exponierten Situation des Menschen in der Welt von schweren Konflikten Ausdruck verleiht....“ (das Nobelkomitee im 1980)

„Poesie ist grausam, unmenschlich. Um zu überdauern, muss sie sich von den Menschen und ihrem Schicksal distanzieren.“ (Czesław Miłosz)

Eintritt: € 3,-

Mo, 08.11.04, 19.30 Uhr - Der Freundeskreis der polnischen Literatur ... an der Peripherie Prags oder Bohumil Hrabal im Turm. 
                                       Hintergründe und Stimmungen seiner Werke von Iwona Lompart mit Kameraobjektiv eingefangen.

Hrabal's Küchenherd, 

FOTO: Iwona Lompart

>> zum Bericht von der Veranstaltung
>>
zur Fotoreportage

Im Folgenden nur einige Bilderuntertiteln aus der rund 40 Bilder (DIN A4) umfassenden Fotoreportage:

Gott schlendert und stolpert
aus der Kammer in die Küche
kocht Kartoffelsuppe
spült einen alten Löffel
setzt sich zum Fenster
schaut erstaunt
Das habe ich geschafft.


Die Welt ist bis zum Wahnsinn schön.
Nicht das es so wäre, aber ich sehe es so.
 

 

Hier in Liben gefiel es mir am besten,
hier habe ich zwanzig Jahre gewohnt,
mit Zigeunern, Schauspielern, Säufern,
gut erzogene Frauen und sie alle haben
mich irgendwie gemocht und haben zu
mir liebevoll Bohousku gesagt. Das war
nur Vorspiel. Zidenice und Liben, das
war mein echtes Leben. Ich erinnere
mich nur an sonnige Tage. (1969)

Und wenn er in die Brauerei kam, und sich
auf die Bank hinwarf, auf die Bank, die
unter dem Bürofenster stand ... und mein
Söhnchen hat schon auf ihn gewartet und
mal spielte er mit dem Hündchen Mucky
und der sprang plötzlich hoch und hat das
Knie des Herrn Leiters mit seinen vorderen
Pfoten umarmt, die Schnauze seitlich geneigt
und hat mit den Knien des Herrn Leiters solche Sachen gemacht, als wenn das Knie ein Weibchen wäre.

(aus: Hochzeiten ... , Vita Nuova)
 

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